Westfalen-Blatt: CDU-Bundestagsabgeordneter Christian Haase fordert mehr soziale Kontrolle im ländlichen Raum - Verdächtiger im Fall Lübcke sei im Kreis Höxter nicht auffällig geworden

27.06.2019, 13:00 Uhr
Politik, Presseschau, Terrorismus
Bielefeld

Festnahme eines Verdächtigen im Mordfall Lübcke: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase aus dem Kreis Höxter hat am Donnerstag schockiert auf die Nachricht aus seinem Wahlkreis reagiert. "Die Reichsbürger-Szene ist im Kreis Höxter nicht unbekannt, aber diese Person hat nach bisherigen Erkenntnissen nichts mit den Reichsbürgern zu tun. Mir war bislang von dem Mann aus Natzungen nichts bekannt. Solche Leute isolieren sich in den Orten, die knüpfen keine Verbindungen zur Dorfgemeinschaft. Die gehen nicht zu Schützenfesten oder zur DLRG. Deswegen darf man in solchen Fällen keine Rückschlüsse auf die betroffenen Orte ziehen, da leben ja keine Rechtsextremen", sagte Christian Haase dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Online).

In Kooperation mit news aktuell (dpa-Gruppe)
Urpsprünglich erschienen auf http://ots.de/41be9b

Während seiner Zeit als Bürgermeister von Beverungen hat Haase Erfahrungen mit Reichsbürgern gemacht. Sein Eindruck: "Die gehören mehrheitlich zur rechtsradikalen Szene. Und das Verhältnis von Reichsbürgern zu Waffen ist brisant. Bei Reichsbürgern ist die Schwelle zur Gewaltanwendung niedrig."

Haase fordert mehr soziale Kontrolle im ländlichen Raum: "Wenn Leute in Dörfer zuziehen und sich zum Beispiel auf Außenliegerhöfen absondern, sollte man aufmerksamer sein als bislang."

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