Lebenslauf von Wolfhart Willimczik

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Am 18. 12. 1941 im 2. Weltkrieg bei Berlin geboren, wurde er nach dem Kriege von alten Nazis streng sozialistisch erzogen. Ein Mann aus dem Reichspropagandaministerium stellte – nun als SED-Parteisekretär – dafür die speziell auf ihn zugeschnittene „Methode der größten Gemeinheit“ zur Verfügung – sein Vater. Als Zeuge der Zuarbeit seines Vaters für den KGB und später SSD und der damit verbundenen Verbrechen, geriet er seit 1945 ins Fadenkreuz des KGB und später des SSD – als eine heranwachsende, latente Gefahr für einen großen Nazikommunisten - ergo für die Staatssicherheit.

Als eine der ersten Amtshandlungen ermordete der SSD 1950 seine Mutter, weil sie eine noch größere Gefahr war. (Dass sich die sozialistische Propagandamaschine alten Nazis aus dem Reichspropagandaministerium bediente, war eines der größten Staatsgeheimnisse der ehemaligen „DDR“ gewesen, für dessen Wahrung ungezählte Menschen ermordet wurden.) Nachdem seinem Vater verboten wurde, seinen Sohn einfach verhungern zu lassen, später im Westen zu verkaufen, übernahm der SSD die weitere Bestimmung seines Lebensweges. Nach harter Kinderarbeit wurde er 1955 in einer Gefängnis-ähnlichen Kaderschmiede des SSD interniert. Mit 17 Jahren wurde er 1959 gezwungen 2 Jahre freiwillig zur Volksarmee zu gehen, um dann das befohlene Physikstudium aufzunehmen und auf halben Wege auf Befehl des SSD abzubrechen, weil dies zur weiteren Ausbildung als Spion genügen würde...Um ihn zur Aufgabe des Studiums zu bewegen wurde ihm u. a. das Stipendium gestrichen.

Hier brach er aus dem vorgegebenen Weg aus, denn auch nur als Spion angesehen zu werden war für ihn schlimmer als der Tod. (Es würde ja irgendwann bekannt werden, dass der SSD die TU-Dresden als Ausbildungsstätte für seine Spione missbrauchte, und alles „halbe Physiker“ waren.) Er arbeitete nebenbei als Kraftfahrer und beendete 1966 sein Studium mit einer außergewöhnlichen Diplomarbeit - einer neuartigen Spurenkammer für Elementarteilchen. Die TU-Dresden wollte ihn behalten, er ging aber zurück nach Berlin.

Da er mit seinem lächerlichen Gehalt eines Physikers keine Familie ernähren konnte, versuchte er sein Gehalt durch Erfindungen aufzubessern, was ihm aber immer wieder vom SSD sabotiert wurde – während der SSD selbst seine Ideen unter anderen Namen im Ausland „vermarktete“. Um diese Verschwörung aufzubrechen suchte er Unterstützung bei der Öffentlichkeit. Nachdem er eine seiner Erfindungen im Fernsehen vorgeführt hatte, wurde er aber nur noch mehr verfolgt. Ihm wurde 1976 bei der Akademie der Wissenschaften gekündigt und ein Einstellungsboykott verhängt. Am Ende musste er 1978 als politischer Gefangener an die BRD verkauft werden, wobei ihm aber seine Familie und sein Besitz genommen wurden.

Er glaubte endlich in Freiheit zu sein – die Kommunisten aber begann mit einer Großoffensive. Alle Leute, die ihn wirklich unterstützen würden, wurden vom SSD ausgeschaltet. Ein Entführungsversuch zurück hinter den Eisernen Vorhang blieb allerdings erfolglos.

Mehrere Betriebe gingen daran seine Erfindungen zu produzieren, obwohl er ständig von Horden von Agenten (Wolfgang Grams war nur einer von ihnen) „begleitet“ wurde. Der SSD musste verschärft handeln: Zunächst lockte die Knorr Bremse AG den Erfinder 1979 von Westberlin nach München, weil das Kommende nur in Bayern möglich war. Ein sehr gründlich vorbereitetes, raffiniertes Attentat Ende 1979, sollte ihn zu einem Schwerverbrecher machen - missglückte allerdings. Er zeigte die Attentäter nicht an, dafür tat es der SSD, denn die verzweifelten Genossen suchten jetzt Amtshilfe. Sein Nachbar, der beim Abhören seines Telefons erfuhr, dass er einen ersten Lizenzvertrag angeboten bekam, zeigte ihn danach sofort an. Ab 1980 wurde gegen ihn von Polizei und BLKA verdeckt ermittelt (warum ließ man noch offen) und Betriebe eingeschüchtert. Aber auch damit konnte man den Erfinder noch nicht stoppen. Beim Oktoberfest sollte das Problem endgültig gelöst werden, indem man ihn unter den Toten beim Bombenanschlag 1980 finden sollte, was dann nicht auffiel und sogar fast gelang. (Wie die Genossen des SSD heute meinen sollte das Attentat zur „Sicherung des Weltfriedens“ dienen, denn ein Ermittler – und damit der SSD - hatte gerade beim Verfassungsschutz erfahren, dass der Beschuldigte eine Gefahr für das militärische Gleichgewicht zwischen Ost und West wäre.)

Als die Ermittler im nächsten Jahr an gleicher Stelle verstört mit ansehen mussten, dass eine seiner Erfindungen dort ausgestellt und schon zum Kauf angeboten wurde, baten sie den Generalbundesanwalt (der SSD hatte ihn durch ein Attentat an die Macht gebracht gehabt) um Amtshilfe, der sofort ein EV wegen angeblicher Spionage für den SSD einleitete. Nun konnten die geheimen Staatsschützer ganz offiziell zu allen Betrieben gehen und alle Produktionsvorbereitungen stoppen. Ein totaler Einstellungsboykott folgte automatisch. Als „Spion“ war er von der Gesellschaft ausgeschlossen. Das war genau das Szenario, das der SSD brauchte, um nach dem Erfolg mit der „Stelzer AG“ weitere AG’s mit seinen Erfindungen gründen zu können (W&W Pumpen AG, W&W Verdichter AG). Der SSD verdiente mit dem Aktienverkauf Millionen...

Er selbst gründete seine eigene Firma, wurde aber wieder sabotiert.

1990 verließ er endlich Deutschland und gründete in Florida seine eigene Firma. Es geschah aber immer wieder das Gleiche. Der Versuch zusammen mit einem Unternehmer seine Erfindungen auf den Mark zu bringen scheiterte 1995 an dem plötzlichen Tod des Unternehmers. Der Mordanschlag auf ihn selbst misslang wieder.

Danach schrieb er nur noch seine Memoiren (Trilogie: Codename Einstein, nur teilweise veröffentlicht)

Ein Bekannt werden dieser Erfinderverschwörung scheiterte auch an dem plötzlichen Tod des Dokumentarfilmers Dirk Sommer im Jahre 2003, der gerade die Aufnahmen bei ihm in Florida gemacht hatte.

Heute wird mit „Zersetzung“ gegen den Physiker & Erfinder sehr erfolgreich gekämpft.

Seine Erfindungen, meist ölfreie Drehkolbenmaschinen, deren Funktionsfähigkeit längst bewiesen ist, blieben bis heute ungenutzt, obwohl sie dringend gebraucht werden. Sein Lineargenerator wird heute nur in Australien gebaut. Sein System zum Löschen schwieriger Brände mittels einer mit Wasser beladenen Turbine wurde von den Ungarn als „kollektive Erfindung“ beim Löschen der brennenden Ölfelder vorgestellt. Zu seinen Arbeiten gehört auch eine Studie über ein neues Verkehrssystem, bei dem man mit seinem Auto sowohl auf normalen Straßen fahren, als auch durch eine Röhre gleiten könnte. Das meiste blieb aber unveröffentlicht, nur der SSD hat seine Erfindungsunterlagen, die er in seinem Garten ausgegraben hatte

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